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KINDESMISSBRAUCH
- Allgemeine Überlegungen
- Strafe und Abschreckung
- Acht Goldene Regeln, die Kinder ohne Aufsicht beachten sollten
- Definition des sexuellen Missbrauches bei Kindern
- Fakten zu Ort, Häufigkeit, Alter. Dauer, Täter, Ursachen, Auswirkungen, Verantwortung, Glaubwürdigkeit, Psychodynamik, Erkennen und Aufdecken
- Auszüge aus einer Diplomarbeit über sexuellen Missbrauch
Subtilere Formen des sexuellen Missbrauchs
Tätertypen
Missbrauchsmuster
Widerstandsformen sexuell missbrauchter Kinder
Identifikation mit dem Aggressor
- Internetadressen
Sexueller Missbrauch
ist immer schlimm, aber bei Kindern gewinnt er eine besondere Dimension, da sie besonders wehrlos, hilflos, nur wenige psychologische Schutzmechanismen haben und meist in Liebe mit ihren Peinigern verbunden sind.
Die kindliche Psyche ist aus diesen und noch anderen Gründen besonders verletzlich, und Traumata durch sexuellen Missbrauch verursachen seelische Wunden, die nach neuesten Forschungen bleibende Schäden in Gehirn hinterlassen können. Oft bleibt die soziale Fähigkeit, Vertrauen aufzubauen oder eine glückende Sexualbeziehung einzugehen, ein Leben lang verwehrt. Der seelische Schaden wirkt bei weitem länger als die schrecklichen Vorgänge im Bewusstsein der Betroffenen Angst und Verwirrung hervorrufen.
Strafe
ist eine Sache der Gerichte, es ist aber bei weitem wichtiger, die Tatmöglichkeit durch Aufklärung über Täterprofile und Handlungsmuster soweit zu erschweren, dass ein Gelingen nahezu nicht mehr möglich wird.
Größte Abschreckung ist nicht die Höhe der Strafe, sondern die Wahrscheinlichkeit der Entdeckung. Die Täter sollen nicht mehr mit Geheimhaltung aus Peinlichkeit rechnen können.
Den Kindern sollen Selbstschutzmöglichkeiten angeboten werden, den Mittätern (meist als stille Beobachter und Dulder) im Bewusstmachen ihrer Verantwortung ihre Zuständigkeit unleugbar verdeutlicht werden. Dem näheren und weiteren sozialen Umfeld muss klar gemacht werden, dass sexueller Missbrauch keine innerfamiliäre Angelegenheit mehr ist.
Wir Eltern und Lehrer sollten besonders aufmerksam sein und den Kindern jede nur mögliche Hilfe anbieten.
Kinder, die sich bedroht fühlen oder betroffen sind, bitte wendet euch an eine Lehrerin oder einen Lehrer eures Vertrauens. Das Problem wird mit der nötigen Rücksichtnahme, absoluter Geheimhaltung und mit der gebotenen Härte in Angriff genommen werden.
Habt Vertrauen und denkt daran:
EUCH TRIFFT KEINE SCHULD!!
NEIN sagen! Weglaufen! Es jemandem erzählen!
8 Goldene Regeln, die Kinder ohne Aufsicht beachten sollten
1. Wenn ich das Haus verlasse, sage ich meinen Eltern immer, mit wem ich bin und wohin ich gehe.
2. Ich spreche niemals mit Fremden und werde mich niemals überreden lassen, irgendwo hinzugehen mit jemanden, den meine Eltern nicht kennen.
3. Ich werde zu jedem NEIN sagen, auch zu einem Erwachsenen, wenn er versucht, mich in einer Art und Weise zu berühren, die ich nicht mag.
4. Ich werde schnell weglaufen von jemanden, der versucht, mich zu berühren oder mitzunehmen. Ich werde schreien "Das ist nicht mein Papa oder meine Mama" und "Helft mir".
5.Ich werde es meinen Eltern erzählen, wenn jemand versucht, mich in einer Art und Weise zu berühren, die ich nicht mag.
6. Ich brauche vor meinen Eltern keine Geheimnisse zu haben; ich werde ihnen von den Dingen oder Leuten erzählen, die mir Angst machen.
7. Meine Eltern lieben mich, sie werden mir zuhören und mir helfen, wenn ich verstört bin.
8. Wenn jemand versucht mich zu berühren oder mich bedroht, dann sind meine Regeln:
NEIN sagen! Weglaufen! Es jemandem erzählen!
http://www.euregio.net/deutsch/kinderschutz/achtregeln.html
Definition des sexuellen Missbrauches bei Kindern:
Jede sexuelle Handlung eines Erwachsenen mit einem Kind!
Kinder sind aufgrund ihrer emotionalen und kognitiven Entwicklung und aufgrund des Abhängigkeits- und Machtverhältnisses zwischen Kindern und Erwachsenen nicht in der Lage, diesen Handlungen wissentlich, informiert und frei zuzustimmen.
Beim Missbrauch nutzt der Erwachsene seine Machtposition und Autorität aus, um das Kind zur Kooperation zu überreden oder zu zwingen. Er übertritt dabei geltende
Familienregeln und gesellschaftliche Tabus.
Entscheidend ist die Absicht des Erwachsenen, sich einem Kind zu nähern, um sich sexuell zu erregen oder zu befriedigen.
(Es gibt also keine fließende Grenze zwischen Kuscheln, notwendiger körperlicher Zärtlichkeit und SKM !!)
Einige Fakten:
1. Ort des Geschehens: SKM ist kein Phänomen des fremden Mannes von der Straße oder des Buschspringers. In etwa 60% handelt es sich um innerfamiliären Inzest (davon etwa die Hälfte durch Väter), in ca. 30% um Bekannte und nur in ca. 6-8% um Fremdtäter
2. Häufigkeit: SKM ist weder selten noch eine Ausnahmeerscheinung. Bei Mädchen scheint die Prävalenz 15-25% und bei Jungen 5-10% zu betragen (SKM mit Körperkontakt =hands-on- Kontakte; hohe Dunkelziffer )
3. Alter: SKM ist kein primäres Problem von Adoleszenz, sogenannter Verführung durch frühreife Lolitas- in 50-60% beginnt der Missbrauch im Vorschulalter; sogar Säuglinge werden missbraucht. Wichtig ist die Unterscheidung des Alters bei Aufdeckung und bei Beginn des Missbrauchs
4. Dauer: SKM ist fast nie ein einmaliger Akt - auch wenn selbst die Opfer das anfangs oft aus Selbstschutz behaupten. In ca. 70% dauert er mehr als 2 Jahre, in ca. 40% 2-4 Jahre, in ca.20% mehr als 5 Jahre - fast immer sind es Wiederholungstaten. Nicht selten werden von einem Täter mehrere Kinder missbraucht
5. Opfer/Täter: SKM ist nicht nur ein Problem von Mädchen als Opfer (6-25% Jungen betroffen) und Männern als Täter (insgesamt ca. 6-10% weibliche Täter, bei Jungen als Opfer werden bis zu 20% weibliche Täter angenommen)
6. Die Täter sind keine perversen Irren oder geisteskranke Zombies sondern ganz normale, sozial angepasste und meist unauffällige Menschen aus allen sozialen Schichten und Berufsgruppen (in letzter Zeit vermehrte Aufmerksamkeit auf Berufe, die mit Kindern arbeiten: Heime, Erzieher, Priester, etc.)
7. Als Ursache für SKM werden einerseits gesellschaftliche, patriarchalische Machtstrukturen, andererseits eine massive Familiendysfunktion bzw. Beziehungsstörung angesehen, dazu kommt die individuelle Psychopathologie des Täters. Nur ein Teil der Täter wurde selbst missbraucht.
Von Finkelhor stammt ein Vierfaktorenmodell:
* emotionale Übereinstimmung zwischen emotional zurückgebliebenem Täter und dem Kind/Opfer,
* abweichendes sexuelles Erregungsmuster des Täters: Erregung durch Kinder
* Versagensängste oder -erlebnisse mit erwachsenen Partnern und Blockierung sexueller Wünsche,
* Aufhebung (moralischer) Hemmungen durch Auslöser wie Stress, Arbeitslosigkeit, Versagensgefühle, Ehe- oder Beziehungsstörungen u.a.
8. Auswirkungen: auch wenn es immer wieder bestritten wird: SKM an sich ist schädlich und hat zum Teil gravierende unmittelbare und Langzeitfolgen, deren Ausmaß von verschiedenen Faktoren bestimmt wird (Grad der Gewaltanwendung, Art und Invasivität des Missbrauchs, Grad der Nähe zwischen Täter und Opfer, Reaktion auf die Aufdeckung durch die Umgebung u.a.). Häufige Folgen sind langfristig eine gestörte Identitätsentwicklung, Sexualität, Beziehungsfähigkeit und seelische Erkrankungen.
9. Verantwortung: Kinder wollen nicht missbraucht werden - die Verantwortung liegt immer(!) beim Täter, der z.B. angeblich kokettes Verhalten missdeutet; andererseits ist kindliches kokettes Verhalten fast immer Folge und nicht Ursache von SKM.
10. Glaubwürdigkeit: Kinder erfinden extrem selten Geschichten über sexuelle Kontakte zu Erwachsenen - dahingehende Äußerungen oder Andeutungen sind immer ernst zu nehmen. Nach zahlreichen gerichtspsychiatrischen Untersuchungen sind Kinder sehr glaubwürdige Zeugen.
11. Was passiert ? SKM beinhaltet alle Formen sexuellen Verhaltens, einschließlich Vergewaltigung (vaginal, anal, oral), Masturbation, Berührungen, Pornographie, Perversionen - laut Fürniß ist "die Realität schlimmer als jede Phantasie".
*MERKE: SKM bedeutet nicht nur Penetration oder Vergewaltigung !
12. Die Psychodynamik von SKM ist sehr komplex und geprägt von den Grundgefühlen Vertrauensverlust, Angst, Schuld- und Schamgefühlen, Ohnmacht, Zweifel an der eigenen Wahrnehmung, Rückzug auf sich selbst und Sprachlosigkeit. Es verschlägt den Opfern die Sprache, daher finden sich so selten verbale Hinweise auf SKM. Zentrales Moment ist der enorme Geheimhaltungsdruck (u.a. durch diverse Drohungen des Täters) und das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Täter und Opfer: SKM als "Syndrom von Geheimhaltung und Abhängigkeit" (Fürniß). Es besteht ein starker Loyalitätskonflikt, da die Kinder den Täter gleichzeitig lieben und fürchten. Dem Täter gelingt es fast immer, dem Kind das Gefühl zu vermitteln, es sei selber Schuld am Missbrauch. Sehr selten kommt es zu sofortigen sexuellen Übergriffen, eher wird das Kind vorbereitet, indem es bevorzugt wird, Geschenke erhält und allmählich vom Rest der Familie/Mutter emotional isoliert wird. Es entsteht eine enge und starke Beziehung, in der erst nach und nach die zunächst positiv empfundenen Begünstigungen (auch Kuscheln etc.) mit sexuellen Handlungen verknüpft werden.
13. Erkennen/Diagnose: Die Opfer schweigen aus verschiedenen Gründen (Angst, Geheimhaltungsdruck, Loyalitätskonflikt, Schuld- und Schamgefühlen u.a.). Daher sind nonverbale, indirekte Hinweise, Verhaltensauffälligkeiten, psychosomatische und psychiatrische Erkrankungen und (seltener) körperliche Symptome, oft die einzige Diagnosemöglichkeit. Es gibt kein charakteristisches Missbrauchssyndrom ! Altersunangemessenes Sexualverhalten ist ein sehr wichtiger, aber nicht völlig spezifischer Hinweis. Die zahlreichen Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Symptome sind als Bewältigungsversuch und für die Kinder als psychisch überlebensnotwendig anzusehen.
*MERKE: Wichtigstes Element der Diagnose ist die Aussage des Kindes !
14. Die medizinische Untersuchung von Missbrauchsopfern ist nicht zwangsläufig erneut traumatisierend, wenn sie qualifiziert und einfühlsam durchgeführt wird. Sie hat jedoch das Potential zu einem schädigenden und grenzüberschreitenden Eingriff und erfordert spezielle Kenntnisse und Erfahrung. Mit guter Dokumentation kann sie die Notwendigkeit von Wiederholungsuntersuchungen reduzieren. Sie dient nicht primär dem Beweis von SKM, kann aber die Verdachtsdiagnose stützen, erhärten oder erst begründen; die Behandlungsbedürftigkeit von Begleitverletzungen oder Geschlechtskrankheiten feststellen. Hauptsächlich jedoch bestätigt sie dem Kind seine körperliche Intaktheit, Unversehrtheit und Gesundheit und kann dadurch enorm erleichtern, sogar primär therapeutisch wirken (im Sinne von Fürniß 1986)
*MERKE: Das Fehlen körperlicher Befunde schließt die Möglichkeit eines sexuellen Missbrauchs niemals aus !!
15. Aufdeckung: Die Umgebung eines Missbrauchsopfers reagiert hilflos, ungläubig, panisch oder aggressiv auf den Verdacht oder eine Aufdeckung: das Kind unternimmt oft viele vergebliche Versuche Erwachsenen seine Not auf nonverbaler oder symbolischer Ebene mitzuteilen (ohne das Geheimnis zu verraten). Selbst bei den eher selteneren konkreten und klaren Aufdeckungen wird ihm/ihr oft nicht geglaubt. Gerade Mütter Missbrauchter Kinder haben in dieser Beziehung oft Wahrnehmungsprobleme, u.a. deshalb, weil sie überzufällig häufig selbst Missbrauchsopfer waren und die Folgen der Aufdeckung für sie immer katastrophal sind. Der Verdacht und erst Recht die Aufdeckung lösen eine enorme Krise, Ratlosigkeit und Panik bei allen Beteiligten aus (leider zu häufig auch bei den beteiligten Professionellen !).
16. Die Intervention bei Verdacht auf SKM muss gut überlegt und durchdacht ein - niemals überstürzt handeln oder sofort Anzeige erstatten. Die Folgen für das Kind können katastrophal sein ! Fast alle Opfer werden schon länger Missbraucht und sind adaptiert. Daher ist immer Zeit für sorgfältige Vorbereitung der Intervention. Unüberlegtes Handeln und blinder Aktionismus können einen effektiven Kindesschutz unmöglich machen und sind letztlich dafür verantwortlich, wenn Kinder weiter missbraucht werden. Es ist falsch primär den Eltern gegenüber den Verdacht auf SKM zu äußern !!! Es ist immer eine Vernetzung und Koordination verschiedener Berufsgruppen nötig (Stichwort "multiprofessionelle Kooperation"), damit Kinderschutz, rechtliche Maßnahmen und Therapie integriert und nicht gegeneinander ausgespielt werden. Die Art und Qualität der Krisenintervention bei SKM kann sowohl zusätzlich schädigende Auswirkungen als auch an sich therapeutische Wirkung haben.
Einige Auszüge aus einer Diplomarbeit über sexuellen Missbrauch
von Nicole Fischer
http://www.sozialpaedagogik-web.de/
Abschnitte sind aus Originalarbeit kopiert (Rechtschreibung!)
Definition:
"Sexueller Mißbrauch ist die Ausbeutung eines Kindes oder einer/s Jugendlichen, durch einen Erwachsenen oder älteren Jugendlichen, indem das Mädchen/ der Junge als Objekt zur Befriedigung dessen sexueller Bedürfnisse benutzt wird, und das Opfer aufgrund der Unterlegenheit innerhalb eines Machtverhältnisses, als auch seiner emotionalen und kognitiven Entwicklung nicht in der Lage ist, wissentlich zuzustimmen. Die ausgesprochene oder unausgesprochene Drohung des Täters und das gesellschaftliche Redeverbot über Sexualität und Mißbrauch legen dem Mädchen/ dem Jungen ein Geheimhaltungsgebot auf." Ursula Enders (1989)
Subtilere Formen des sexuellen Mißbrauchs
Ständige Bemerkungen über den körperlichen Entwicklungsstand des Kindes.
Sich nackt vor dem Kind zeigen, weil es dem Erwachsenen sexuell erregende Gefühle verschafft.
Dem Kind die eigenen Genitalien zeigen, und dabei ein größeres Interesse haben, als das Kind beim neugierigen Schauen. Das Kind beim Ausziehen, Waschen, oder beim Toilettengang beobachten, ohne daß es noch der Hilfe des Erwachsenen bedarf.
Altersunangemessene sexuelle Aufklärung des Kindes.
Tätertypen
Wyre unterteilt wie folgt:
1. Pädophile - Sie haben oft einen Beruf im Erziehungsbereich, um leichter in Kontakt zu ihren Opfern treten zu können, bekennen sich dazu und machen somit eine Therapie fast unmöglich.
2. Sadisten - Über sie ist noch wenig bekannt
Den Hauptschwerpunkt legt Wyre allerdings auf folgende vier T_tertypen:
1. Sexuelle Vergewaltiger - Sie zeichnen sich durch passives Verhalten, mieses Sozialverhalten und eine gestörte Sexualität aus.
2. Zornige Vergewaltiger - In ihrem Leben gibt es eine Frau, die sie als dominant erleben und so an arglosen Frauen Rache nehmen "müssen".
3. Soziopathische Vergewaltiger - Ihnen geht es schlicht um Eroberungssex.
4. Sadistische Vergewaltiger - Diese zeichnen sich durch psychische Störungen aus; für sie liegt der Reiz in der Angst des Opfers.
Meiner Meinung jedoch darf man die Täter nicht, wie eben erläutert, kategorisieren, da die Hintergründe für das Täterverhalten vielseitig sein können und somit wohl eher von Mischformen die Rede sein mu?.
Muster des Missbrauchs:
Vorbereitung:
Die sexuelle Ausbeutung beginnt meist mit besonderer Zuwendung seitens des Mißbrauchers, indem er den Wunsch des Kindes nach Zärtlichkeit aus seiner Autorit_tsperson heraus ausnutzt.
So wird das Opfer z.B. als Lieblingskind erklärt und kann durch die überhöhte Bewunderung für den Täter als Vertrauensperson umso leichter ausgenutzt werden.
Der Täter verpackt die sexuelle Ausbeutung kindgerecht, ritualisiert seine Handlungen und beginnt in einem unbeobachteten Augenblick mit den Übergriffen, die anfangs noch als Spiel getarnt sind.
Täter bezeichnen ihre Übergriffe gegenüber dem Kind als "kitzeln", "kraulen", "toben", "zaubern" weiße Wolken aus dem Penis, beschmieren ihren Penis mit Nutella und "spielen" >Schokoladenmännchen zum Ablutschen<, oder verpacken den Mißbrauch als Doktorspiele >ich untersuche Deine Muschi nach Würmern<.5Bei Kindern ab dem Grundschulalter wird oftmals die Masche des Hofierens angewandt, wobei das Kind wie ein Erwachsener behandelt wird (z.B. darf es Alkohol trinken).
Weit verbreitet ist auch die Ausnutzung des kindlichen Mitgefühls ("Ich bin so traurig, nur du machst mich glücklich."). Welche Tricks auch immer die Täter anwenden, gemein ist ihnen, daß hierbei die kindliche Unwissenheit und seine natürliche Neugier ausgenutzt wird.
Geheimhaltung
Gleichzeitig zu der besonderen Zuwendung, die das Kind vom Täter erfährt, wenn beide alleine sind, wird es vor dritten tyrannisiert, z.B. wie häßlich es sei.
Meist wird das Geschehene vom Täter als gemeinsames Geheimnis erklärt und dem Kind damit eine aktive Beteiligung suggeriert.
In fast allen Fällen sichern die Täter mit Drohungen, Beschwichtigung, oder Bestechung zusätzlich das Schweigen des Kindes. ("Wenn Du das jemandem sagst, kommst du ins Heim." "Es war doch gar nicht schlimm." "Wenn Du schön brav bist, bekommst Du auch das Fahrrad.")
Mit wachsendem Widerstand des Kindes, oder wenn der Täter bemerkt, daß Dritte etwas ahnen, werden seine Drohungen immer stärker und gehen des öfteren in physische Gewalt über.
Findet der Mißbrauch innerfamilial statt, wird das Kind oftmals isoliert, indem der Täter versucht, sowohl einen Keil in die Mutter- Kind- Beziehung zu treiben, als auch jeglichen Kontakt zu Gleichaltrigen zu unterbinden.
Aufdeckung:
Falls es trotz der "Vorsichtsma_nahmen", die der Täter getroffen hat, zu einer Aufdeckung kommt, stellt der Täter das Opfer als Lügner da und setzt es damit quälenden Befragungen und Unterstellungen aus.
Weitere Reaktionen können sein:
auf das Kind einwirken, daß es die Behauptung, es sei mißbraucht worden, zurücknimmt; bagatellisieren der Mißbrauchssituation; aufführen von Gründen und Entschuldigungen für das Verhalten, u.a..
Oftmals wird auch einfach dem Kind die Schuld zugeschoben, welches den Täter verfährt haben soll, oder der Ehefrau, die frigide die sexuellen Ansprüche ihres Mannes verweigere.
Gesteht der Täter allerdings seine Handlung, dann meist nicht aus Reue, sondern um eine mildere Strafe zu erhalten. Da sexueller Mißbrauch eine Wiederholungstat ist, bleibt auch in diesem Fall nicht gesichert, daß der Täter in Zukunft keine Kinder mehr mißbraucht, denn durch das Inzesttabu wird der Mißbrauch von der Gesellschaft noch erleichtert.
Widerstandsformen sexuell mißbrauchter Kinder
Es gibt kein Kind, das sich nicht gegen sexuellen Mißbrauch wehrt. Obwohl es nach außen hin oft so scheint, wehren sie sich mit allen Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen. Diese Abwehrmechanismen sind sehr vielseitig und können durchaus Hinweis auf sexuellen Mißbrauch sein.
Merkwürdige Verhaltensformen
Spielsachen von der Zimmertür bis zum Bett aufbauen, damit es einen Knall gibt, wenn der Täter die Tür öffnet und das ganze Haus wach wird.
Vollbekleidet schlafen, sich fest in das Bettzeug einwickeln, oder den Hund mit ins Bett nehmen, damit der Täter sich dem Opfer nicht nähern kann
Popcorn vor die Zimmertür streuen, damit der Täter gehört wird und dann die Möglichkeit besteht, die Mutter zu wecken.
Freunde als Übernachtungsgäste einladen, um so vor Übergriffen geschützt zu sein.
Zu frühes Erscheinen zum Unterricht und anschließendes Nicht-nach-Hause-wollen, oder besonderes Engagement in der Schule oder in Jugendgruppen.
Die Reißverschlüsse von Hosen von innen mit einer Sicherheitsnadel befestigen, die der Täter nicht sieht, die ihn aber daran hindern soll, das Kind zu mißbrauchen.
Identifikation mit dem Aggressor
Da die betroffenen Kinder ihren Täter meist lieben oder mögen und sich sein Verhalten nicht erklären können, suchen sie nach Entschuldigungen und Erkl_rungen für den Mißbrauch. "Je mehr ein Kind den Mißbraucher idealisiert und entschuldigt, umso weniger hat das Kind den Objektstatus überwunden."
Wie intensiv die psychischen Folgen des sexuellen Mißbrauchs beim Opfer auftreten, hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. in welchem Alter die Mißbrauchssituation begann. Da das Spektrum der möglichen Folgen sehr groß ist, ist das Erkennen des sexuellen Mißbrauchs oft sehr erschwert. Die Schäden beim Opfer können sowohl körperlicher (z.B. Risse am After oder an der Vagina), als auch psychosomatischer (z.B. Ohnmachtsanfälle) Art sein, oder auch das emotionale Verhalten (z.B. diffuse Ängste), das Sexualverhalten (z.B. Bloßstellen der Genitale), oder das Sozialverhalten (z.B. Fremdeln) betreffen. Hinzu kommen eventuell noch Autoaggressionen (z.B. Haare ausreißen) und Schädigungen, die erst im Jugend- und Erwachsenenalter sichtbar werden (z.B. Suchtverhalten oder Beziehungsprobleme).
Die Bewältigungsversuche der Opfer zeigen eine ebenso zahlreiche Vielfalt auf: "merkwürdiges" Verhalten (z.B. nachts mehrere Kleidungsstücke übereinanderziehen), Autoaggressionen, psychosomatische Krankheiten oder andere Verhaltensauffälligkeiten. Oftmals verzerren die Opfer die Realität durch perfekte Anpassung, Identifikation mit dem Täter, Verdrängung oder Spaltung ihrer Gefühle vom Körper, um so den sexuellen Mißbrauch leichter ertragen zu können.
Diagnostische Hilfsmittel zur Feststellung sexuellen Mißbrauchs können körperliche Untersuchungen, Hinweise in Zeichnungen oder Spielen von betroffenen Kindern oder indirekte Äußerungen der Opfer sein; wichtig ist nur, daß die verschiedenen Hinweise gesammelt werden.
Damit sexueller Mißbrauch überhaupt erkannt werden kann, muß er als gesellschaftliche Realität anerkannt werden und darf nicht weiter tabuisiert werden. Verbunden damit ist jedoch auch das "Wissen" über sexuellen Mißbrauch, damit Symptome richtig gedeutet werden können.
Internetadressen:
http://www.sozialpaedagogik-web.de/
Diplomarbeit zu Kindesmissbrauch
http://www.euregio.net/deutsch/kinderschutz/indexde.html
Guter Ratgeber für Eltern und Kinder
http://www.arcados.ch/
Wissenswertes zum Thema Pädophilie, Sexualwissenschaft, Sexualstrafrecht, Therapie und Beratung
http://www.ramsch.org/martin/uni/fmi-frauen/Igel/Missbrauch.html
Gute Informationen von der Beratungsstelle "Igel" in Passau.
http://kindesmisshandlung.de/
Startseite für Kindesschutz im Internet mit vielen links, u.a. zu medizinischer Diagnostik bei Kindesmisshandlung und zur offiziellen homepage der Deutschen Gesellschaft gegen Kindesmisshandlung und -vernachlässigung (DGgKV)
http://www.happykids.at/
Verein gegen Kindesmissbrauch
http://www.respect.at/was/kinder.cfm
Kampagne gegen Kindesmissbrauch im Tourismusbereich
http://www.learn-line.nrw.de/angebote/zeus/thema/kindesmissbrauch/inhaltkindes.htm
Wichtige Artikel zum Thema Kindesmissbrauch
http://www.kinderschreie.de/index1.htm
brauchbare Linksammlung
http://www.uni-kiel.de/sexmed/Mitarbeiter/Priv.-Doz._Dr._med._Hartmut_A./Sexueller_Kindesmissbrauch/sexueller_kindesmissbrauch.html
Sexueller Kindesmissbrauch: Opfer, Täter und Sanktionen
http://www.polizei.at/zentraleinhalte/kpd/broschuere_kindesmissbrauch.htm
Tipps gegen sexuellen Missbrauch von Kindern
diese Seite hat erstellt:Geza Szigeti, gesz@yahoo.com
März 2002 a.thiel
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