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Startseite Startseite NACHTFALTER Schloss Arenberg 17.00 Uhr – 22.00 Uhr
Ausstellungsfolder 2014 Schloss Arenberg, SALZBURG
Augenblicke Schülerinnen und Schüler bei der Arbeit
5ae
Thiel

Nachtwäch-terhaus
(E. A. Poe: The Raven)

7eim
Bieber

Blackbox

6ei
König

blind ist Nacht/
blind ist nicht Nacht

6am
Brand-stätter

when night falls

7ai
Hamberger

Lithowerk-statt
Traklhaus

5iu
Pichlmüller

vergraben
überwuchert
im Dunklen verborgen

Die Nacht schreiben/tanzen/malen … Die Nacht hat ihre eigenen Gesetze. Was im klaren Licht des Tages fraglos voneinander unterschieden ist, was erkennbare Gestalt und Funktion besitzt, wird im Dunkel der Nacht verwandelt. Manchmal mehr als tätigen und tüchtigen Tagesmenschen lieb sein kann. Mit einem Mal offenbaren sich vertraute Farben und Formen dem suchenden Auge als etwas ganz anderes, schemenhaft, dennoch eindringlich, wo das Fehlen des Hellen, Grellen und Lauten einer anderen Logik Platz einräumt: Die Kraft des Traums, zuweilen die des Alptraumhaften oder Visionären streift an das, was wir Wirklichkeit nennen. Das sogenannte Reale tritt zurück zugunsten eines bemerkenswerten anderen.
Schon die ältesten Geschichten aus dem kollektiven Erzählgut der Menschheit wissen um die besonderen Kräfte der Nacht, stammen sie doch aus ZeSchlagschatteniten, in denen das natürliche Dunkel noch nicht von künstlichen Lichtquellen außer Kraft gesetzt wurde. Die Assoziationen der Romantiker führen von der Nacht als Naturphänomen zur Nachtseite der Seele, in die Welt der Sehnsüchte und Abgründe, in alSchlagschatten des eines rational-aufgeklärten Welt- und Menschenbildes aus dem Blickfeld verbannt, gleichermaßen weggeblendet wird.
(Gudrun Seidenauer)